Wahrscheinlich kennt ihr schon den wunderbaren Roman „Der Schatten des
Windes“ von Carlos Ruiz Zafón. Wenn nicht, wirds allerhöchste Zeit. Man kann
dieses Buch einfach nur lieben, wenn man ein Fan von Barcelona ist. Das Buch
kam 2004
auf Platz 16 der Lieblingsbücher der Deutschen und wurde 2001 auf Spanisch
unter dem Titel La sombra del viento und 2003 erstmals auf Deutsch
veröffentlicht. Im Mittelpunkt der
Handlung stehen Jugend und frühe Erwachsenenzeit von Daniel Sempere in
Barcelona in der Zeit von 1945 bis 1966.
Hier eine
Zusammenfassung um was es sich eigentlich handelt...
Daniel wird von seinem
Vater, der Buchhändler ist, zu dem „Friedhof der Vergessenen Bücher“, einem Ort
an dem zahlreiche vergessene Bücher versteckt sind, geführt. Er ahnt nicht,
dass in diesem unwirklich scheinenden Labyrinth sein Leben eine drastische
Wende nehmen wird. Er darf sich ein Buch heraussuchen für das er allein die
Verantwortung trägt. Das Buch, das er sich greift, Der Schatten des Windes von einem gewissen Julián Carax, wird ihn
nicht mehr loslassen...
Daniel, der allein mit
seinem Vater im grauen Barcelona der Franco-Ära aufwächst, ist fasziniert von
der Geschichte, die er liest. Er macht sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen
Autor, will wissen, wer dieser Mensch war, was ihm widerfahren ist, warum nur
noch so wenige Exemplare seiner Bücher erhalten sind. Was als neugieriges Spiel
beginnt, wird rasch zur Bedrohung, als ein Mann mit narbiger Ledermaske
auftaucht, der hinter Daniels Exemplar her ist. Das Unheimliche bekommt
beängstigend konkrete Gestalt. Daniels Leben gerät mit den Jahren mehr und mehr
in den Bann des mysteriösen Autors, von dem keiner weiß, warum jemand all seine
Bücher bis aufs letzte Exemplar zu vernichten sucht. Alle Menschen, denen
Daniel begegnet, auch die Frauen, in die er sich verliebt, scheinen nur Figuren
in diesem großen Spiel zu sein. Sie alle haben es darauf abgesehen, Daniel in
die Irre zu führen. Und eben dadurch gerät er mitten in die abenteuerliche
Handlung seines Lieblingsromans; es ist, als ob die vergangene Geschichte sich
in seinem eigenen Leben wiederhole, das von den Schatten furchtbarer Ereignisse
verdunkelt zu werden droht.
Zafóns gleichnamiger
Roman erzählt vom Leben seines Autors, von der Entstehung seines Romans und von
der Suche Daniels nach der Lösung der Rätsel.
Zafón erzählt
in Der Schatten des Windes „eine Geschichte von einsamen Menschen, von
Abwesenheiten und Verlust“, wie Daniel es einmal formuliert: Abwesenheit und
Verlust eines Gebirges der Kultur im Friedhof der Vergessenen Bücher,
Abwesenheit und Verlust von Daniels Mutter, von Claras Vater, von Freunden und
Geliebten. Die Kraft der gemeinsamen Erinnerung und die Hartnäckigkeit, von der
sie lebt – das sind daher die eigentlichen Themen des Romans.
Kommentar von dem Autor:
Diese gothic novel Stimmung
gehört zu meiner ganz eigenen Welt. Das war schon immer so. Seit meiner
Kindheit habe ich geheimnisvolle Geschichten erfunden. Ich habe 11 Jahre auf
einer Schule verbracht, die wie ein englisches Spukschloß aussah. In meiner
Erinnerung ist vor allem diese Kulisse zurückgeblieben. Für mich war es ein
Glück, in dieser Umgebung aufzuwachsen. Ich liebte den Ort, er war faszinierend
(...) Manchmal verforme und verwandele ich ihn. Dann wird meine alte Schule zu
einem verzauberten Schloß wie in "Der Schatten des Windes".
Und hier noch ein paar Lieblingssätze von mir:
„Noch ein Verrückter. Barcelonas
Nacht sammelt sie scharenweise. Und Idioten wie mich ebenfalls.“
„Diese Stadt ist eine Hexe – sie
setzt sich einem auf der Haut fest und nimmt einem die Seele ohne dass man es
überhaupt merkt.“
„Die wirkungsvollste Art die
Armen unschädlich zu machen bestehen darin, dass man sie lehrt, die Reichen
imitieren zu wollen.“
„Das Fernsehen ist der Antichrist
- es werden drei oder vier Generaationen
genügen bis die Leute nicht einmal mehr selbständig furzen können und der
Mensch in die Höhle, in die mittelalterliche Barberei und in einen Schwachsinn
zurückfällt, den schon die Nacktschnecke in Pleistozän überwunden hat.“
„Paris ist die einzige Stadt der
Welt, wo verhungern noch als Kunst gilt.“
Als ich dieses Buch in die Hände bekam, habe ich es geradezu
verschlungen, da ich Barcelona an sich schon sehr faszinierend finde. Also
jeder der diesen Sommer ein paar Tage in Barcelona verbringen will und
vielleicht die Orte, die in „Der Schatten des Windes“ erwähnt werden, besuchen
will, der sollte dies machen. Natürlich kann man in Barcelona auch andere Dinge
machen (wie feiern ;-) oder auch
spezielle Events) als nur der Spur eines Buches zu verfolgen. Es gibt viele hübsche Ferienwohnungen
Barcelona, die den Aufenthalt perfekt machen. Also macht euch auf nach Barcelona, die Stadt der Geheimnisse...














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